Schwimmen gehen ⎻ je öfter, desto besser!
Anthea* hat montags Schulschwimmen und dienstags geht sie für weitere 45 Minuten in die Schwimmschule. Bei Michael* findet das Schulschwimmen wenigstens bloss alle zwei Wochen statt, denn auch er besucht zusätzlich die Schwimmschule bei uns. Nicht selten beklagen sich Eltern darüber, dass ihre Kinder pro Woche mehrmals ins Schwimmbad gehen müssen. Sie denken, ihre Schützlinge seien überfordert.
Die Praxis zeigt jedoch genau das Gegenteil: Kurze, häufige Sessions lassen das Gehirn besser lernen und Muskeln sich erholen, während längere Pausen zu Unsicherheit und Frust führen können. Wir haben drei Hauptargumente zusammengestellt, warum zweimal Schwimmen pro Woche – oder sogar noch mehr – für Kinder ideal sind.
*Namen geändert
1. Wer öfters übt, macht schneller Fortschritte und hat mehr Spass!
- Schwimmenlernen ist wie Fahrradfahren: Eine Woche Pause zwischen den Einheiten bedeutet, dass die Kinder die Hälfte der Zeit wiederholen, was sie schon konnten – das kann sich frustrierend anfühlen.
- Mit 2 bis 3 Terminen pro Woche bleibt das Gelernte «frisch», Kinder bauen direkt darauf auf und haben schnell Erfolgserlebnisse (z. B. «Hey, ich schwimme schon eine ganze Länge!»). Das macht Spass und motiviert enorm.
- In der Tat stellen wir in unseren Kursen wiederholt fest, dass Kinder, die zusätzlich zur einmal pro Woche stattfindenden Lektion in der Schwimmschule noch ein weiteres Mal Schwimmen gehen – sei es im Schulschwimmen oder mit den Eltern – schneller lernen.
2. Öfters Schwimmen während einer Woche ist optimal für Kinder
- Kinder brauchen laut WHO täglich 60 Minuten Bewegung – Schwimmen zählt als intensive wie auch freudvolle Variante dazu. 2 – 3 Einheiten à 30 – 45 Minuten pro Woche sind ideal, stärken Ausdauer, Immunsystem und Motorik, ohne Erschöpfung.
- Regelmässigkeit verhindert Überforderung: Kurze, häufige Sessions lassen das Gehirn besser lernen und Muskeln sich erholen. Längere Pausen führen zu Unsicherheit und Frust.
- Viele Kinder geniessen die Routine: Dank kurz aufeinanderfolgender Termine ist das Kind immer besser mit dem Wasser vertraut, es fühlt sich wohl im nassen Element und sieht die Extrastunden nicht als Belastung an, sondern als Geschenk.
3. Schneller, sicherer im Wasser
- Jede zusätzliche Stunde macht das Kind sicherer im Wasser, denn: Ertrinken gehört nach wie vor zu den häufigsten Todesursachen von Kindern. Schnelleres Schwimmenlernen rettet Leben.
- Langfristig weniger Druck: Durch die kurz aufeinanderfolgenden Einheiten gewöhnen sich Kinder schneller an die Eigenschaften des Wassers und lernen in kürzerer Zeit sicherer schwimmen.
Fazit
Dass Eltern mehrere Schwimmtermine ihrer Kinder pro Woche als zu viel empfinden, ist auf den ersten Blick verständlich. Es entpuppt sich jedoch beim genauen Hinschauen als nachhaltiger Vorteil: Bei einmal pro Woche verlernt das Kind zwischendurch und muss immer wieder von vorn anfangen.
Haben Kinder zwei Schwimmtermine innerhalb weniger Tage können sie das Gelernte eher festigen und erzielen schneller Fortschritte. Schwimmschule und Schulschwimmen in der gleichen Woche sind für das Kind keine Überforderung, sondern eine für das Schwimmenlernen optimale Konstellation.
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